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Es liegen neueste Erkenntnisse über die so gefürchtete Magendrehung, die fast jeden Hund treffen kann, vor (Langzeitstudie der Uni Purdue in Indiana USA)

Urachen

Diese sind noch nicht endgültig geklärt. Diskutiert werden:

1. Ausdehnung des Magens wegen der grossen Futtermengen (einmal täglich gefüttert) und Erschlaffung des Gewebes im Alter

2. Gasentwicklung im Magen mit anschliessender Verdrehung des Magens, Bewegung nach dem Füttern und dann Umschlagen des gefüllten, pendelnden Magens.

Risiken

Eine größere Menge pro Mahlzeit verdoppelt das Risiko – unabhängig von der Anzahl Mahlzeiten pro Tag

Für Gross- und Riesenrassen ist das Risiko für die Hunde am höchsten, die eine grosse Menge Futter einmal pro Tag erhalten

Hunde, die eine Trockenmahlzeit pro Tag über mindestens ein Jahr erhielten, hatten grössere Mägen als Hunde, die Fleisch- und Knochen-Rationen ein- bis dreimal täglich erhielten

Hunde, die Trockenfutter erhielten hatten das höchste Magengewicht. Das höchste Risiko haben Hunde, mit über 22 kg, die älter als 5 Jahre sind.

Tiefe, schmale Brust ist ein weiterer Risikofaktor.

Was man tun kann

Zwei- bis drei kleinere Mahlzeiten anstelle einer grossen pro Tag vermindern das Risiko der Magendrehung

Bei Trockenfutter auf die Zusammensetzung achten! Nicht so gut sind: Zitronensäure (Ascorbin) im Futter, höherer Fettgehalt (innerhalb der ersten vier Zutaten), Trockenfutter, die Fleischmehl mit Knochen in den ersten vier Zutaten auflisten, reduzieren das Risiko um 53 Prozent!!!

Die Zugabe von Tischresten ins Futter wirkt stark mindernd auf das Risiko einer Magendrehung (bei Gross- und Riesenrassen Minderung um 59 %). Auch Dosenfutter senkt das Risiko, aber nicht so stark wie Tischreste.

Nur eine einzige Futtersorte zu füttern birgt ein höheres Risiko für Magendrehung, als z.B. mehrere Sorten zu mischen.

Nach dem Füttern sollte man dem Hund mindestens eine Stunde Ruhe gönnen. Kleiner Spaziergang ist allerdings erlaubt.


Es gibt einige, zum Teil sehr schwere Infektionskrankheiten, gegen die man seinen Welpen durch eine Impfung schützen kann, dazu gehören:

- Parvoirose

- Staupe

- Hepatitis

- Tollwut

- Leptospirose

- Zwingerhusten

 Parvovirose

Hervorgerufen durch die Parvovieren, wird im Kot ausgeschieden. Wird durch direkten oder indirekten Kontakt übertragen. Der Virus ist sehr widerstandsfähig und kann noch nach Jahren anstecken. Bislang gibt es keine wirksamen Medikamente, so dass der Verlauf - vor allem bei jüngeren Hunden - häufig tödlich ist.

Die Pavovirose beginnt zunächst mit Fieber und Mattigkeit, verursacht blutigen Durchfall und/oder Herzmuskelentzündung - bei älteren Hunden Magen- Darmentzündungen mit Durchfall und Erbrechene

 Staupe

Der Staupevirus wird direkt von Hund zu Hund (Sekrete z.B. Nasensekrete, Kot und Harn) oder indirekt von anderen Trägern des Virus aus der Umwelt auf Hund übertragen z.B. Marder, Frettchen).

Die Staupe beginnt häufig mit Fieber, Appetitlosigkeit, Augen- Nasenausfluss. Je nach Verlaufsform führt die Krankheit dann zu Magen-Darmentzündungen, Lungenentzündung.

Gerade bei jungen Hunden mit Erkrankungen unklarer Genese muss immer an Staupe gedacht werden!

Hepatitis

Hauptträger dieser Infektionskrankheit sind kranke aber auch gesund erscheinende Hunde. Virus ist lange ansteckend, kann also auch indirekt anstecken (auf den Menschen nicht übertragbar).

Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, Brechdurchfall, Augen-Nasenausfluss (wie bei Staupe).

Hunde können nach Überstehen der Krankheit noch monatelang das Virus ausscheiden.

Führt oft zu einer chronischen Hepatitis

Tollwut

Anzeigepflichte Viruserkrankung, die auch für Menschen gefährlich ist. Wird durch den Biss infizierter Tiere über den Speichel übertragen (Füchse).

Erste Anzeichen: Wesensveränderung, Unruhe, Aggressivität. Später Speicheln, Heulen, unsicherer Gang. Letztes Stadium: Paralysestadium mit Lähmungserscheinungen. Tod nach einigen Tagen.

Keine Behandlung möglich!

Leptospirose

Übertragen durch Leptospiren (Bakterien), ausgeschieden in Speichel und Urin erkrankter Hunde. Weitere Überträger: Ratten und Mäuse, die Bakterienträger sind, selbst aber nicht erkranken. Auch ansteckend für Menschen.

5 - 20 Tage nach Ansteckung gibt es Sympome wie Müdigkeit, Schwäche, Futterverweigerung. Es kommt zu Nierenentzüdung, Magen-Darmentzündung.

Kann mit Antibiotika behandelt werden.

Infektiöse Tracheobronchitis (auch: Zwingerhusten)

Hervorgerufen zuerst durch Viren (übertragen durch die Luft)

durch deren schädigende Wirkung das Bakterium Bordetella bronchiseptica die eigentlichen Krankheitssymptome auslösen kann. (Erhöhter Stress oder z.B. Zugluft begünstigen die Entstehung der Krankheit).

Symtpome: lauter, trockener Husten, später feucht und langanhaltend und Nasenausfluss. Bei kompliziertem Krankheitsverlauf auch Fieber, Atembeschwerden, selten: Lungenentzündung.

Die Schutzimpfung ist die sicherste Möglichkeit, Krankheiten zu verhindern. Allerdings gibt es auch zunehmend kritische Stimmen z.B. in Bezug auf die bestehenden Impfpläne, die Notwendigkeit der jährlichen Nachimpfung sowie mögliche Impfschäden. Des weiteren sollte man nicht vergessen, dass auch geimpfte Tiere an Infektionen erkranken, was nicht zuletzt oft auch an nicht artgerechten Haltungsbedingungen (z.B. Dauerstress, schlechte Ernährung) liegt.

Hier gibt es einen interessanten Artikel - http://www.barfers.de/cats/hundeimpfungen.htm

zum Thema (unbedingt mal lesen!). Der Ansatz, Hunde im Welpenalter durchimpfen zu lassen und anschliessend nur noch die Tollwutimpfung zu erneuern, erscheint eventuell eine annehmbare Lösung zu sein. Allerdings:
Letztlich muss jeder Hundehalter selbst entscheiden, was er für seinen Vierbeiner für das Beste hält. Man sollte sich - meiner Meinung nach - umfassend informieren, nur dann kann man verantwortlich handeln. Für Auslandsreisen, Unterbringung in einem Hundehotel oder Teilnahme am Gruppenkurs einer Hundeschule ist das alljährliche Durchimpfen des Hundes zumeist Pflicht - so auch bei uns!