Startseite
Hundeschule
Hundesport
Hundetagesstätte
Aktuell/Neu
Von A bis Z
Flyball
Flying Dragons
LHundG NRW
Ernährungsberatung
Timmy´s Geschichte
Ratgeber
Buchempfehlungen
Tierische Links
Kontakt
Impressum/Disclaimer
   
 



Diese Seite möchten wir zur Erinnerung an unseren Schäferhund-Rottweiler-Mix-Rüden TIMMY ins Netz stellen. Wir erzählen hier kurz seine Krankheitsgeschichte in der Hoffnung, dass dadurch vielleicht dem einen oder anderen Vierbeiner mit ähnlichen Symptomen durch eine sofortige Diagnose und entsprechende Therapie geholfen werden kann!

Timmy kam als Problemhund über eine Tierschutzorganisation Anfang 2004 in unsere Obhut. Trotz seiner unerfreulichen Vorgeschichte entwickelte er sich in unserer Familie zu einem richtig lieben, verschmusten, anhänglichen “Rudelmitglied”. Fremden Menschen gegenüber war und blieb er misstrauisch, Artgenossen (ausser seine beiden Rudelgenossen Ronja und Sammy) konnte er zumeist nicht leiden und brachte dies auch deutlich zum Ausdruck. Als wir Ende 2005 hier nach Werthhoven “auf´s Land” gezogen waren, fühlten wir uns durch Timmy´s Gegenwart bewacht - wir wussten: An Timmy kommt kein Einbrecher vorbei! Timmy war ein gesunder, robuster und kräftiger Kerl.

Anfang Februar´06 fing er plötzlich an mehr und mehr zu trinken, es kamen pro Tag wohl einige Liter zusammen. Was reingeht muss auch wieder raus und so hob Timmy sein Bein teilweise ununterbrochen für mehrere Minuten, um sich zu erleichtern. Ausser der ewigen Trinkerei konnten wir bei Timmy keine weiteren Anzeichen für eine Krankheit feststellen. Also auf zum Tierarzt - Blut- und Urinuntersuchung - Diagnose: Blasen- bzw. Nierenentzündung - Therapie: 4 Tage Antiobiotikum, Nierenmedikament - Ergebnis: keine Verbesserung - eher im Gegenteil - jetzt zusätzlich auch Erbrechen und Durchfall. Stuhluntersuchung wegen Verdacht auf Parasiten bleibt ohne Ergebnis - Timmy trinkt und trinkt und trinkt und trinkt. Verdacht des Tierarztes: eventuell Diabetes insipidus - Therapie: keine, hier hilft laut Aussage des Tierarztes nur ein Hormon, welches lebenslang gespritzt werden muss und zudem unbezahlbar sei - Rat des Arztes: Haltungsbedingungen ändern - bedeutet: Timmy müsste in den Zwinger - ansonsten kann er mit dieser Erkrankung durchaus alt werden... Timmy trinkt und trinkt und trinkt und trinkt und p... und p... und p... Inzwischen sind fünf Wochen ins Land verstrichen. Mittlerweile hat Timmy einiges an Gewicht verloren und sieht insgesamt nicht mehr so gesund aus.

So kann das doch nicht immer weitergehen - die Meinung eines zweiten Tierarztes ist unsere Hoffnung - Timmy´s Laborbefunde werden diesem vorgelegt - aufgrund dieser Befunde hat der Tierarzt bereits einen Verdacht und möchte Timmy gerne sehen. Wir bringen Timmy in die Praxis, es wird ein Test (Borrelia burdorferi Antigen Test) gemacht und die Verdachtsdiagnose bestätigt sich tatsächlich, es ist: Borreliose. OK - jetzt wissen wir also endlich was Timmy hat - aber nützt es ihm noch etwas? Therapie: 4 - 6 Wochen Antibiose, Coenzyme comp, Ubichinon comp., Solidago comp., Ubichinon comp, Behandlung mit Eigenblut ... Jetzt kann man nur hoffen, dass die Behandlung auch anschlägt. Timmy´s Nieren sind in der Zwischenzeit schon sehr geschädigt, der behandelnde Tierarzt weiss nicht, ob Timmy die Krankheit jetzt noch überwinden kann - zu viel wertvolle Zeit wurde schon vergeudet, in der der Borreliose Erreger den Körper schädigen konnte. Die folgenden 6 Wochen vergehen zwischen Bangen und Hoffen - geht es Timmy besser oder schlechter? - das Antibiotikum schlägt ihm auf den Magen - er verträgt nur noch selbst gekochtes Futter - erbricht oft - hat zeitweise Durchfall - andererseits frisst er gerne und mit Appetit - nimmt auch wieder etwas zu - trinkt nicht mehr ganz so viel .... Die Antibiose ist beendet, die homöopathische Behandlung geht weiter. Timmy scheint es gar nicht so schlecht zu gehen - allerdings sieht er - seit er wieder zugenommen hat - irgendwie unförmig aus (Wassereinlagerungen?).

Es ist Ostersonntag, der 16.04.2006, am Dienstag soll Timmy seine 3. Eigenblutspritze erhalten - dazu kommt es leider nicht mehr - um 19.00 erhält Timmy seine letzte Mahlzeit, die er auch mit Appetit verspeist - um 21.30 Uhr geht er das letzte Mal in seinem Leben “Gassi”, wenn auch ziemlich langsam. Um kurz vor 0.00 Uhr ist er für immer eingeschlafen.


Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen: Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat Dich gesehen ... Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogen und Ihr werdet nie wieder getrennt sein ....   (unbekannter Autor)