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Einleitung

Die Idee zu den vorliegenden Zeilen hatte ich, nachdem ist selbst einen jahrelangen Entscheidungs-prozess hinter mir hatte, die Kernfrage lautete stets: „Was gebe ich meinen Hunden zu fressen, damit sie art- und bedarfsgerecht ernährt werden und gleichzeitig lange und gesund leben?“ – schmecken sollte ihnen das Futter nach Möglichkeit dann auch noch.

Am Anfang standen lange Internetrecherchen, gesucht wurde das ideale industriell hergestellte Alleinfuttermittel für Hunde, ein Trockenfutter sollte es sein, da ich das mir bis dato bekannte Dosenfutter „eklig“ (weil übelriechend) fand. Was ist nun aber ein ideales Hundetrockenfutter, was muss drin sein, was sollte besser nicht drin sein? Fragen über Fragen, und je mehr ich las und recherchierte umso größer wurde der Fragenberg – ganz nach dem Motto: „the more I learn, the less I know ...“. Mir wurde also zunehmend bewusst, was ich alles nicht wusste. Die Suche nach einem geeigneten Futter würde sich schwieriger gestalten, als ich gedacht hatte. Zwischendurch musste ich meine Hunde ja irgendwie am Leben erhalten und so fütterte ich jeweils das Industriefutter, welches mir nach jeweiligem Kenntnisstand vertretbar erschien – alles ist immerhin besser, als seine Hunde verhungern zu lassen.

Im Laufe der Zeit wuchsen die Erkenntnisse aber leider auch das Entsetzen über das, was die uns anvertrauten, hilflosen Vierbeiner mit dem sogenannten Alleinfuttermittel, da so alles von uns - natürlich in bester Absicht - verabreicht bekommen. Und die Wut über die Machthaber (sprich Industrie, Tierärzte, Wissenschaftler, Politik), die unsere Lieblingstiere anscheinend vorzeitig ins Grab bringen und uns Hundenarren für dumm verkaufen wollen (nur weil wir Hunde mögen, haben wir unseren Verstand nicht verloren, das muss hier mal betont werden).

Monate, sogar Jahre gingen ins Land, ohne dass ich eine wirklich befriedigende Lösung gefunden hätte. Immer wenn ich dachte, das ist es, stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass doch wieder irgendwas mit dem Futter nicht stimmte. Als sich dieses „mit dem Futter stimmt was nicht“ auch noch als Krankheiten bei meinen Hunden niederschlug, hatte ich es satt. Allen Unkenrufen, aller Panikmache und allen Warnungen sogenannter Ernährungsexperten zum Trotz begann ich meine Hunde zu „barfen“ (was das bedeutet, wird später noch erklärt).

Der Allgemein- und Gesundheitszustand meiner Hunde verbesserte sich rapide, eine artgerechte, gesunde Ernährungsform schien gefunden. Leben heißt Lernen und das ein Leben lang, nach diesem Motto informierte ich mich natürlich weiterhin, las alles zum Thema, was in Deutschland zu kriegen ist – und war schon wieder an einer Stelle, an der ich mich vor Jahren bereits einmal befunden hatte: the more I learn, the less I know …. Das sogenannte „Barf“ könnte – zumindest auf die Jahre gesehen – vielleicht doch nicht so der Gesundheit zuträglich sein, wie ich es anfangs angenommen hatte. Einige der von „Barf-Gurus“ empfohlenen Zusammenstellungen bzw. die Mengenverteilungen der einzelnen Nahrungsbestandteile würden nach allem was ich jetzt durch die jahrelange Internetrecherche sowie das Studieren der gesamten Fachliteratur wusste, den Hunden eventuell Schaden zufügen.

Jetzt wollte ich es nochmal ganz genau wissen und absolvierte bis dato zwei Kurse zur „Ernährungsberaterin für Hunde“. Inzwischen habe ich tatsächlich ein optimales, artgerechtes, gesundes und auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Hundes abstimmbares Ernährungskonzept für meine Hunde gefunden. Dieses über die Jahre erworbene Wissen möchte ich gerne an andere Hundehalter weitergeben, vor allem auch deshalb, weil ich selbst sozusagen „am eigenen Leibe“ erfahren habe, wie mühselig und langwierig es sein kann, sich durch den Dschungel von Empfehlungen zur Ernährung von Hunden zu kämpfen.

Da gibt es die wunderschöne Werbewelt, die uns tagtäglich vorgaukelt mit Hundefutter XYZ das Beste der Welt für unseren Vierbeiner eingekauft zu haben, da gibt es Studien und Fachbücher, leider ganz viele von der entsprechenden Futtermittelindustrie selbst in Auftrag gegeben und – natürlich – finanziert sind, da gibt es Tierärzte, die ihre überteuerten Diätprodukte an Mann/Frau bzw. Herrchen/Frauchen bringen müssen, da gibt es die Fraktion: „der Hund stammt vom Wolf ab und muss auch wie ein Wolf ernährt werden“, da gibt es Nachbarn, Verwandte, Freunde deren Kommentare wie etwa: „rohes Fleisch macht Hunde bissig“ auch nicht wirklich weiterhelfen.

Jede Hundehalterin, jeder Hundehalter sollte aufgeklärt werden, jede/jeder sollte einfach und leicht für sich zu der richtigen Entscheidung kommen können, einfach indem er/sie einfach und leicht an die richtigen Informationen herankommt. Kompakt und übersichtlich in leicht verständlicher Form liegen diese hier vor. Es ist ganz einfach: Ihr müsst es nur tun!

Donata Schmoldt

im August 2011

Die vorliegenden Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

Bitte fragen Sie im Zweifel bzw. bei kranken Tieren einen Tierarzt Ihres Vertrauens um Rat.

Bei offensichtlich oder möglicherweise organisch erkrankten Tieren müssen diese einem Tierarzt vorgestellt werden.

Warum denn kein Fertigfutter?

Die Gründe, die dagegen sprechen:

Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, so viele sind es!

Also zuerst mal schauen: Was ist eigentlich drin, in den kleine Kügelchen, Kroketten und in der – meist – übelriechenden Dose?

Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern haben ja viele schon gehört, es gibt inzwischen auch einige Hersteller, die – angeblich - ohne diese Schadstoffe auskommen. Dennoch ist ihr Futter teilweise mindestens ein Jahr haltbar. Eine Erklärung hierfür: Futtermittelhersteller können ihre Grundsubstanzen so einkaufen, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Dann brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sind auch nicht zur Deklaration verpflichtet! Fazit: Wenn auf einem Hundefutter steht „keine Zusatzstoffe“, dann heißt das eben nur, dass der Hersteller bei seiner Verarbeitung keine mehr hinzugefügt hat; er darf das also auch dann, wenn er Vorprodukte, also z.B. Tier- und/oder Getreidemehle mit Konservierungsstoffen verwendet.

Wieso ist das so? Weil es das Futtermittelgesetz (FuttMG) so vorsieht. Das FuttMG schreibt auch vor, was überhaupt ins Futter darf und was nicht. So kann man sich heutzutage wenigstens sicher sein, dass kein Tierkörpermehl von euthanisierten und/oder kranken Tieren im Futter enthalten ist (das war nicht immer so, es ist eine Folge des BSE Skandals und ist als Fortschritt zu werten), zumindest wenn das Futter aus einem EU Land stammt. Die Futtermittelverordnung (FuttMV) sorgt mit ihren Bestimmungen für die Umsetzung des Gesetzes im Alltag.

PROTEINE sind drin:

Jetzt schauen wir mal auf die Proteinlieferanten aus handelsüblichem Fertigfutter: Erlaubt sind z.B.tierische Proteinquellen: Fleisch (Rind, Huhn etc.), Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.

Aber (leider – dazu später mehr) auch pflanzliche Proteinquellen: z.B. Maiskleber (Nebenprodukt der Stärkeherstellung), Sojaprodukte, Luzernegrünmehl, getrocknete Bierhefe, Leinsamenmehl und Weizenkeime.

Als „Nebenprodukte“ für das Hundefutter werden Inhaltsstoffe bezeichnet, die zusätzlich zum namensgebenden Hauptinhaltsstoff beigefügt sind (als Geflügelnebenprodukte werden zum Beispiel die Kadaverteile geschlachteten Geflügels bezeichnet, wenn sie Knochen, Köpfe, Füße oder Eingeweide, Schnäbel, Federn, Blut etc. enthalten).

Dazu muss man vielleicht auch noch wissen, dass es reicht, wenn der namensgebende Inhaltsstoff gerade mal mit 4 % vertreten ist. In einer „Lammdose“ können also z.B. durchaus 96 % Rinderschlachtmüll enthalten sein! Super für den Hersteller, denn so kann er immer das in die Dose einfüllen, was gerade am billigsten zu bekommen ist. Eine Ausnahme bildet hier das sogenannte „Premiumfutter“, mit dieser Bezeichnung garantiert der Hersteller, dass die angegebenen Nährstoffe immer aus der gleichen Zutat stammen, also z.B. immer Weizen und nicht das am Weltmarkt gerade billigste Getreide.

Es heißt, zwar allgemein oft, dass im Heimtierfutter nur noch Fleischanteile eingesetzt werden, die nur aus wirtschaftlichen Erwägungen (und nicht aus hygienischen oder anderen Gründen) nicht für den menschlichen Verzehr herangezogen werden, die “tierischen Nebenprodukte“ bilden allerdings eine Ausnahme, denn dies sind sogenannte „Kategorie 3- Abfälle. Kategorie 3-Abfälle sind z.B. auch: überlagertes Fleisch, minderwertiges Fleisch, Küchen- und Speiseabfälle, Haut, Schwarte, Wolle, Geschlechtsorgane etc.

Also nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes Zeug (und für den hundlichen Verzehr meiner Meinung nach ebenso ungeeignet) - darauf weist übrigens auch die Verbrauchschutzorganisation Foodwatch hin (... und eigentlich ist diese nur für menschliche Ernährung zuständig), Die Schlachtabfälle werden u.a. zu Tiermehl verarbeitet und dürfen ganz legal für Düngemittel verwendet werden, aber auch an Pelz- oder Zootiere oder eben unser Heimtier Hund verfüttert werden.

Vom Ekelfaktor einmal abgesehen enthalten Füße, Hufe, Federn usw. hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff in die Analyse eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann. Hier ein Link für alle die es nochmal genau nachlesen wollen: Quelle: Wikipedia

KOHLENHYDRATE sind drin:

Bei den für Hundefutter verwendeten Kohlenhydraten wird prinzipiell zwischen Verdaulichen und Unverdaulichen unterschieden. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate für Hundefutter sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Leinsamen, Melasse, Erbsen und Kartoffeln. Die Kohlenhydrate für Hundefutter liegen im Futter im Allgemeinen als Stärke vor.

Die „leckeren“ pflanzlichen Nebenprodukte sind Rückstände und Abfälle aus der Lebensmitteler-zeugung z.B. Reisstärke, Grannen, Erdnussschalen, Stroh, Pressrückstände aus der Ölgewinnung von Mais oder Soja.

FASERSTOFFE sind drin:

Die im Hundefutter vorliegenden Faserstoffe sind für die normale Funktion des Magen-Darm-Traktes als Rohfasern essentiell. Verarbeitet für das Hundefutter werden hierfür Rübenschnitzel, Reiskleie, Apfel- und Tomatentrester, Erdnussschalen, Zitrustrester, Hafer- und Weizenkleie sowie Zellulose (z.B. Getreidehülsen und -spelzen, Stroh). Des weiteren der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken.

FETTE sind auch drin:

Aus dem Gewebe von Säugetieren und Geflügel werden tierische Fette gewonnen, deren Fettsäureanteil bei mehr als 90 Prozent liegt. Die im Hundefutter am häufigsten verwendete Fettart ist Geflügelfett. Pflanzenfette stammen normalerweise von Soja-, Saflor- oder Maispflanzen. Unter dem Begriff „tierische Öle und Fette“ kann sich auch Talg, Schmalz oder gebrauchtes Fritierfett verbergen.

Es ist noch einiges mehr drin, aber dazu später mehr.

Kommen wir jetzt zum ersten Problem:

Der Hauptbestandteil zahlreicher Hundefuttersorten (60 – 90 %) ist Getreide, was aus der Analyse oft nicht ersichtlich ist, da die Getreidesorten einzeln aufgelistet werden und es so möglich ist, Fleischmehl als erste Zutat aufzulisten, obwohl zusammengerechnet die Hauptzutat gemischtes Getreide ist.

Der Hund hat das Gebiss eines Karnivoren, mit kräftigen Eckzähnen, um die Beute zu greifen und Backenzähnen mit scharfen Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können. Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel und produziert sehr wenig Speichel. Hundespeichel ist zähflüssig und dient als Gleitmittel für die Nahrung, die beim Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht. Der Magen des Hundes ist im Vergleich z.B. zu Pferden (Pflanzenfressern) achtmal so groß – in Relation zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure also die den Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen ph-Wert von unter 1 (Mensch: ph Wert 4 bis 5).

Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch, fehlt dieser Schlüsselreiz, so können die Magensäfte nicht ausreichend gebildet werden, es werden im weiteren Bakterien nicht abgetötet, es kommt zur Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall (nicht immer, aber immer öfter).

Die Bauchspeicheldrüse ist mit der Zeit überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil im hocherhitzten Fertigfutter kaum noch Enzyme vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf große Mengen pflanzlicher Nahrung – wie wir gesehen haben – nicht eingestellt ist. Dazu kommt noch, dass der Darm des Hundes – wieder im Vergleich mit Pflanzenfressern – sehr kurz ist. Die vollständige Verdauung von Fleisch und Knochen dauert beim Hund ca. 24 Stunden höchstens. Pflanzenfresser verdauen vier bis fünf Tage!

Sicherlich befanden sich in den Beutetieren auch mal Getreidekörner und Grashalme, aber in einem bereits halb verdauten Zustand. Der Gesamtanteil am ganzen Beutetier war nicht mal 10 %. Ein Wesen, dass ernährungstechnisch auf Fleisch eingestellt ist, kann nicht von Getreide satt, gesund und fit werden bzw. bleiben!

Jung (2010) kommt in seinem „Schwarzbuch Hund“ hier zu folgendem Schluss: „Ein extrem hoher Getreideanteil in industrieller Hundenahrung, ergänzt durch Glukose, Zurückerrübenschnitzel, Holzfasern und Molke, erklärt sich aber lediglich daraus, dass die Futterfabriken die Abfälle ihrer Mutterkonzerne per Hundefutter in bares Geld umsetzen sollen. Die Rezepte und Zutaten für Hundefutter werden oftmals danach zusammengestellt, was zur Entsorgung anfällt und weniger nach der Maxime für das Wohl der Hunde. Die Lebensmittelmultis, meist Mutterkonzerne der Hundefuttermarken, entsorgen so den Ausschuss der industriellen Nahrungsproduktion für Menschen mit maximalem Profit.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Anhand der Bauchspeicheldrüse, der die Enzyme aus frischer Nahrung fehlen, erkennen wir bereits das zweite große Problem des Industriefutters:

Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden durch die Erhitzung im Herstellungsverfahren zerstört. Und nicht nur das: Durch Erhitzen und die Zubereitung werden von tierischen Eiweißen viele der Aminosäuren-Ketten verändert und macht sie für den Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch Erhitzen schlecht verdaulich, es gehen viele Mineralstoffe verloren. Der Hund hat einen anderen Bedarf an Aminosäuren als z.B. die Pflanzenfresser, diese Aminosäuren sind fast alle in rohem Fleisch enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kaum gesundes Gewebe und ein intaktes Immunsystem aufbauen.

Noch ein paar Fakten: Fett im Fertigfutter wird durch verschiedenen Konservierungsmittel haltbar gemacht. Diese Konservierungsmittel können die Bildung der weißen Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen und die Aufnahme von Glucose blockieren. Sie dürfen wegen Krebsverdacht in Nahrungsmitteln für den Humanverzehr nicht verwendet werden. Omega-3-Fettsäuren fehlen meist gänzlich, weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können. Was Futtermittelhersteller auch gerne beigeben: Zellulose, was laut Lexikon Medizin, Urban + Schwarzenberg 1997 „ein pflanzliches Polysaccharid mit linearem Aufbau aus Cellobiose- bzw. Glucose-Molekülen ist. Unlöslich in Wasser, löslich in konzentrierter Phosphorsäure, kalten konzentrierten Laugen; durch konzentrierte Mineralsäuren hydrolysierbar bis zur Glucose; natürlich vorkommend in der Zellwand von Mikroben und Pflanzen (bis zu 50 Prozent des Holzes). Kann durch Cellulasen bei Pflanzenfressern bakteriell abgebaut werden. Wird technisch gewonnen aus Zellstoff“. Ist das Hundefutter?

Wer jetzt glaubt das sei „schon“ alles, was gegen industriell hergestelltes „Futter“ spricht, der täuscht sich gewaltig. Der vielleicht größte gesundheitliche Schaden, den so gefütterte Hunde erleiden, entsteht durch die beigefügte Chemie aus dem Labor. Dies sind die Zusatzstoffe, die den eigentlichen Inhaltsstoffen der Nahrung nachträglich beigefügt werden, damit diese möglichst lange haltbar ist, der Hund sie überhaupt frisst und wir Menschen sie für fressbar halten!

Der „Gehalt an Zusatzstoffen“, also die gentechnisch/chemisch hergestellten Vitamine und Mineralien, die beigefügt werden, machen das Industriefutter dann so richtig gesundheitsschädlich, sie sind unser drittes großes Problem.

ZUSATZSTOFFE sind drin:

Die gängigen Zusatzstoffe können in drei Kategorien eingeteilt werden: Technologische Zusatzstoffe, Sensorische Zusatzstoffe und Nährstoff-Zusätze.

Fangen wir mit den Technologischen Zusatzstoffen an, dies sind Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Verdickungsmittel oder Bindemittel.

Grundsätzlich unterscheidet man natürliche und künstliche Antioxidantien. Antioxidantien sind eigentlich was Gutes, sie wirken dem Oxidieren entgegen (z.B.: träufelt man Zitronensaft, ein natürliches Antioxidant durch den Vitamin C Gehalt auf einen halbierten Apfel, so verfärben sich die Schnittflächen nicht so schnell).

Antioxidantien wird eine positive Wirkung bei Krebs, Grauem Star oder Arteriosklerose nachgesagt, die aber wissenschaftlich umstritten ist. Antioxidantien sind u.a. auch in Muttermilch enthalten, wo sie als Radikalfänger zum Aufbau des Immunsystems beitragen. Lecithin gehört beispielsweise zur Gruppe der Antioxidantien (E 322).

E320 BHA und E321 BHT (die ausgesprochene Bezeichnung erspare ich uns der Lesbarkeit wegen): „sind künstliche Antioxidationsmittel, die chemisch mit dem Desinfektions- und Holzschutzmittel Phenol verwandt sind. Sie sind extrem hitzebeständig und eignen sich gut für fettreiche Lebensmittel. …

Die Risiken: E320 und E321 können in großen Mengen zur lebensgefährlichen Blausucht führen, die durch typische Blaufärbung von Lippen, Schleimhäuten und Haut gekennzeichnet ist. …. Bei Tier- und Reagenzglasversuchen veränderte E320 in großen Mengen das Erbgut, vor allem der Zellen des Magen-Darm-Traktes. In Langzeit-Tierstudien zeigten sich E320 und E321 bei Einnahme großer Mengen als krebserregend und verursachten Magen- und Leberkrebs bei Mäusen.“ (aus „Echt künstlich“, Grimm 2007).

Außer E320 und E321 findet sich manchmal auch „Ethoxyquin“ im Tierfutter (E324), dieses ist als Zusatzstoff zugelassen und außerdem als Schädlingsgift(!) im Einsatz. Bekannte Hundefutterfirmen sagen zu Ethoxyquin: „... ist ein Antioxidans, das Fette stabilisiert und vor dem Ranzigwerden schützt“ Punkt. Da bleibt man sprachlos zurück.

Der Hintergrund: Fettsäuren sind sehr empfindlich, wenn man sie längere Zeit haltbar machen möchte (muss in diesem Fall), muss man sie schützen, dass diese ganzen Zusatzstoffe gesundheitlich mehr als bedenklich ist, scheint weiter keinen zu interessieren.

Fortsetzung folgt in Kürze ......